Batteriespeicher › Notstrom und Inselbetrieb

Notstrom und Inselbetrieb mit Batteriespeicher

Fällt der Strom aus, stehen Kühlung, Steuerung, Pumpen oder Ladepunkte still. Ein Batteriespeicher mit Umschalteinrichtung versorgt die wichtigen Verbraucher weiter, bis das Netz zurück ist. Mit PV-Anlage oder Aggregat läuft der Betrieb auch über längere Zeit als Inselnetz.

Derselbe Speicher arbeitet im Alltag weiter für Sie: Er kappt Lastspitzen und speichert Solarstrom. Die Notstromreserve hält die Steuerung dabei frei.

Notstromkonzept anfragen

Vier Begriffe, vier Anforderungen

Betriebsart Was passiert Typisch für
Notstrom Bei Netzausfall trennt die Umschalteinrichtung den Betrieb vom Netz, der Speicher versorgt ausgewählte Stromkreise. Die Umschaltung dauert einen kurzen Moment. Beleuchtung, Kühlung, Pumpen, Tore, Ladepunkte
Schnelle Umschaltung Ein statischer Umschalter schaltet in unter 20 ms auf den Speicher um. Die meisten Verbraucher merken davon nichts. Steuerungen, Produktion mit empfindlichen Prozessen
Inselbetrieb Der Speicher bildet ein eigenes Netz. PV-Anlage oder Dieselaggregat laden ihn nach, der Betrieb läuft über Stunden oder Tage netzunabhängig. Abgelegene Standorte, lange Ausfälle, Baustellen
Schwarzstart Die Anlage fährt ohne Spannung von außen selbst hoch und baut das Netz wieder auf. Kritische Infrastruktur, Netzbetreiber

Für IT und Rechentechnik, die keine Unterbrechung verträgt, bleibt eine USV vorgeschaltet. Der Speicher verlängert dann die Überbrückung und entlastet die Netzersatzanlage. Mehr dazu auf unserer Seite Rechenzentren.

So wird umgeschaltet

Batteriespeicher in Einhausungen auf einer Baustelle
Bild: SCHMACHTL

Beim SCHMACHTL EStore übernimmt ein Umschaltschrank die Trennung vom Netz. Es gibt ihn in drei Größen für Netzanschlüsse bis 200, 600 oder 1.000 kVA. An einem Umschaltschrank arbeiten im Notstrombetrieb bis zu fünf EStore zusammen und liefern 500 kW. Für mehr Leistung bis in den MW-Bereich werden mehrere solcher Kaskaden aufgebaut.

Die Systeme aus unserem Portfolio unterscheiden sich im Inselbetrieb: Manche liefern dort die volle Nennleistung, andere schalten besonders schnell um. Welche Eigenschaft für Sie wichtiger ist, hängt von Ihren Verbrauchern ab. Motoren mit hohem Anlaufstrom brauchen Leistungsreserve, empfindliche Steuerungen eine kurze Umschaltzeit.

Aus der Praxis: Transport und Logistik

Laden, Notstrom und Inselbetrieb in einem

Ein Logistikunternehmen stellt auf E-Lkw um. Ein EStore mit Umschaltschrank liefert genug Ladeleistung für die Fahrzeuge, versorgt den Standort bei Stromausfall und ist schwarzstart- und inselbetriebsfähig. Das System ist modular erweiterbar.

Schwarzstart

Schwarzstartfähige Anlagen fahren ohne externe Spannung selbstständig hoch. Für Unternehmen sind sie die Grundlage, um nach einem großflächigen Ausfall wieder in Betrieb zu gehen. Für Netzbetreiber sind sie der Startpunkt für den Netzwiederaufbau.

Batteriegroßspeicher gehören neben Wasser- und Gaskraftwerken zu den wenigen Technologien mit echter Schwarzstartfähigkeit. Wie sich das für Stadtwerke als Erlösquelle nutzen lässt, lesen Sie auf unserer Seite Stadtwerke und Netzbetreiber.

Was wir für die Auslegung wissen müssen

  • Welche Verbraucher im Notfall weiterlaufen sollen und mit welcher Leistung
  • Anlaufströme großer Motoren, Kompressoren und Pumpen
  • Wie lange überbrückt werden soll: Minuten, Stunden oder Tage
  • Welche Umschaltzeit die Verbraucher vertragen
  • Vorhandene PV-Anlage, Dieselaggregat oder USV

Daraus ergeben sich Leistung, Kapazität und die passende Umschalteinrichtung. Welche Systeme in Frage kommen, zeigt die Übersicht der Speichersysteme.

Häufige Fragen

Wie lange überbrückt ein Speicher einen Stromausfall?
Das hängt von Kapazität und Last ab. Ein EStore mit 241 kWh versorgt 50 kW Last rechnerisch knapp fünf Stunden. Mit PV-Anlage oder Aggregat entsprechend länger.

Läuft die PV-Anlage im Inselbetrieb weiter?
Bei passender Auslegung ja. Sie versorgt dann den Betrieb und lädt den Speicher nach. Das planen wir mit Ihnen gemeinsam mit der Umschalteinrichtung.

Ersetzt der Speicher ein Dieselaggregat?
Für kurze und mittlere Ausfälle ja. Für Ausfälle über mehrere Tage ist die Kombination sinnvoll: Der Speicher übernimmt sofort und ohne Lärm, das Aggregat bei langen Ausfällen.

Kann ich den Speicher im Alltag weiter nutzen?
Ja. Peak Shaving und Eigenverbrauch laufen weiter, ein festgelegter Teil der Kapazität bleibt als Notstromreserve frei.

Ihr Ansprechpartner: Thomas Thie

Thomas Thie kommt aus der Photovoltaik und den erneuerbaren Energien. Er legt Speicher so aus, dass sie zu Anlage, Lastprofil und Zielen passen.

Ob Schutz vor Blackouts, Eigenverbrauch, Lastspitzenkappung, Leitungs-Turbo, Cyber Security nach NIS-2 oder reine Wirtschaftlichkeit: Thomas rechnet die Varianten durch, einzeln oder kombiniert. Lademanagement, USV, Wechselrichter und weitere Komponenten bezieht er auf Wunsch mit ein.

E-Mail: thie@huber-ing.de
Mobil: +49 160 990 591 76

#gernperdu

Anbieterkennzeichnung: Huber Battery Solutions GmbH & Co. KG, Mühleweg 5, 72800 Eningen unter Achalm, Impressum Huber Battery Solutions

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